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147 - Stoiber ade 2008

von Tilo Gernert

Sein Handwerk lernte er bei Strauß und eisern führte er sein Haus

Fast wär er Kanzler mal geworden, doch man liebt ihn nicht im Norden

Die Bayern mögen ihn, den Mo, man hörte manchmal, „A Hund is er scho“

Er kann führn und er kann lenken, manchs Land würd sich die Finger lecken

nach solch einem Ministerpräsidenten

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Es „stoibert“ kräftig wenn er red und wenn er mal auf`s ganze geht

Sein Lieblingswörtchen ist das „äh“, ohne dem tut gar nichts geh

Dies Wort kommt niemals ihm abhanden, zur Freude aller Komödianten

Diese stark verschworne Sippe nimmt ihn gerne auf die Schippe

Wer was ist und wer was kann, imittiert den „SchwarzenMann“

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Er puschte Bayern stets nach oben, dafür tun ihn Viele loben

Andere die tun ihn hassen, jetzt hat das Glück ihn auch verlassen

Der Abstieg begann in Berlin, ein Bayer sollte da nicht hin

Und Edi trieb es auch zu toll, denn er nahm den Mund zu voll

Erst wollt er dort die Wirtschaft lenken, er bat um Zeit, zum überdenken

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Nach Bayern, wo er ganz ungeniert, wie ein König hat regiert

Jetzt begann ein Kesseltreiben, das ist bald nicht zu beschreiben

Viele mühten sich beflissen, ihn ans Schienbein mal zu pissen

Vor allem Leut, die wenig leisten, die zerrissen ihn am meisten

aus allen Ecken taten sie keifen und wollten nun das Denkmal schleifen

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sie konnte ihr Glück kaum fassen, wie einfach sie das hat vollbracht

Furchtlos hatte sie verlangt, er soll zurücktreten vom Amt
das war ein gefundnes Fressen, für Rundfunk, Fernsehn, Zeitungspressen

Als man ihr noch nachspioniert, war sie die Jean d`arc von Fürth

Bei Christiansen und Günter Jauch, bei Herrn Friedmann natürlich auch
saß  die rotgefärbte schwarze Maid und war zum Antworten bereit

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weil dahin in allen Jahren, voll Spannung schaun die Bajuwaren

Wenn den Kreuther Geist die „Schwarzen“ spürn, dann kann allerhand passiern

Und nun war Feuer unterm Dach, die rote Gabi hat`s entfacht

Herr Stoiber kämpfte wie gewohnt, doch diesmal hat sich`s nicht gelohnt

Bis ein Kompromiss gefunden, da vergingen viele Stunden

Geheim sollte die Sache bleiben, bis Herr Stoiber sie verkündet

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Am 18 Januar 2007 wurde Geschichte dann geschrieben

Vom Bodensee bis zur Nordsee rauf, da zogen dunkle Wolken auf

Ein Brausen ließ die Luft erzittern, die Menschen taten Unglück wittern

Kein Zug fuhr mehr durch`s deutsche Land , ins Fernsehn blickte man gespannt

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Mit ein paar Sätzen tat er kund, dass Wichtigste in dieser Stund

Zum Wohle Bayerns und der Partei, mache er den Weg jetzt frei

Am 30. September anno 2007 ist endgültig Schluß für ihn

Herr Beckstein übernimmt die Staatskanzlei und Huber wird Chef der Partei

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Prompt kam da im hohen Bogen Seehofers Hut schon angeflogen
und landete mitten im Ring, das tat neue Spannung bring

Frau Pauli stand im Mittelpunkt, denn durch sie hat es gefunkt

Sie war stets die Attraktion , den Rummel, den genoss sie schon

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Als Krönung ihrer Eitelkeit, war zum Fotoshouting sie bereit

In Latex, wie eine Domina stand in ihrer Pracht sie da

Nur die Peitsch hat sie vergessen, da wär das Maß ganz voll gewesen

Welchs Feuer sie damit entfacht, daran hat sie nicht gedacht

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Ein paar Stimmchen bekam die Schöne nur noch bei der Vorstandswahl

keiner fragte mehr nach ihr, das war für sie schon eine Qual

Die Fürther Landrätin, sie schmollte, weil keiner mehr was von ihr wollte

Ohne größeres Geschrei verließ sie nun ihre Partei

Bietet sich an, wie saures Bier, doch keiner hat Sehnsucht nach ihr

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denn was solln wir von ihm halten, da ham wir wieder einen Alten

Die Komödianten weinen sehr, was gibt denn schon der Beckstein her

Sie haben zwar ihr Ziel erreicht und den Edmund aufgeweicht

Doch bald wird man sie jammern hör, der Stoiber Edi fehlt uns sehr

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wie jene, als er den Transrapid anpries

und vom Münchner Hauptbahnhof schon die Flieger starten ließ

Jetzt darf er in Brüssel drüben, für sein neues Amt schon üben

Denn er soll dort ganz bescheiden nun die Bürokratie beschneiden

auf einen Lohn verzichtet er, den Rente bekommt er doch viel mehr

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doch für die Posten die er hatte, war er der Beste aus unsrer Mitten

Nun ja, Bayern ist ein reiches Land, Verschwendung ist da keine Schand

Doch  an der Wahl 2008, da wird die Bilanz gemacht

Es dauert ja nicht mehr so lang, doch einigen wird`s angst und bang

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Ich sag dazu, woll mer mal schau      mit einem kräftigen HELAU

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