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Rathaussturm 2005 - Bestell-Nr.: 131
von Tilo Gernert
Präsident:
Holde Närrin, Narhallesen, erst letzt`s Jahr sind wir dagewesen
um denen hier den Marsch zu blasen, die uns jahrelang verarschen
Wenn hier vorm Haus der Volkszorn tobt, ham die stets Besserung gelobt
kaum sind sie wieder an der Macht, sind vergessen über Nacht
die guten Vorsätz allemal, das anzuschaun ist eine Qual.
Langsam wird es uns zu dumm, die schmeißen mit dem Geld herum
das ist es, was mich so empört, weil es
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Die ham im Kopf nur ihre Faxen, lassen die Schuldenberge wachsen
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Die Deutschen sind nicht zu beneiden, können nicht rechnen und
nicht schreiben
ich möchte jetzt ein Geheimnis lüft, die da drin sind
ungeprüft.
Der Bürgermeistr und der Rat, erhielten vom Bürger zwar die
Stimmen
keiner hat je überprüft, ham die auch ihre fünf Sinnen.
Das Schreiben ist nicht ganz so wichtig, doch das Rechnen um so mehr,
ich glaub, das können die nicht richtig,
dieserxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Wenn wir heute sie festsetzen, werden wir sie knallhart testen
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxnicht kann, der sitzt nach, ob Frau ob
Mann
Herr Bürgermeister ham sie`s ghört?
Bürgermeister!
Das ist ja wahrlich unerhört
Die sich selber Narren nennen, jedem Weiberrock nachrennen
wochenlang nur Champus trinken, nach Schnaps und Zigarretten stinken
ihr Geld verjubeln weit und breit in der fünften Jahreszeit
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx den letzten Euro noch verprassen
anstatt für`s Alter vorzusorgen, tun sie beim Nachbarn noch was
borgen
Damit sie wirklich nicht`s versäumen, in den bunten
Fastnachtsräumen
wo sie mit Helaurumbrüllen ihre Narrenfreiheit stillen
Und ausgerechnet diese Meute, steht vor unsrem Rathaus heute
will uns das Rechnen noch beibringen, da möchte man fast im Kreise
springen
bei dieser Überheblichkeit, geht nach Haus, xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Präsident!
Er ist frech, wie jedes Jahr, das wird Euch doch allen klar.
Anstatt sich demutsvoll zu ducken, tut vor Bosheit er aufmucken.
Beleidigt uns und unsre Gäst, so ist das jedes Jahr gewest.
Die Pro Kopf Verschuldung, ohne Flachs, tut Jahr für
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Im Dorf, der Stadt im ganzen Land da explodiert der Schuldenstand.
Von Berlin, da will ich gar nicht reden, schon der Gedanke graust ein
jeden
Wenn wir den Euro heut nicht hätten, die D-Mark wär schon am
verrecken,
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx, Sparsamkeit und Weitblick fehlt
Bürgermeister!
Uns fehlt der Weitblick, s`ist allerhand, ihr schaut nicht mal
überm Tellerrand
Dort wo der Karneval regiert, da ist schon allerhand passiert
Eure Kassen sind stets leer, Euch schmeckt der Alkohol so sehr,
xxxxxxxxxxxxxxxx Euch nicht mehr zu traun,
verwechselt dann die Gardemädchen stets mit Euren Ehefraun.
Daheim, da seit Ihr müd und schlapp, doch habt Ihr auf die
Narrenkapp
seit eingezwängt in Euren Frack, da seit Ihr gleich wieder auf
zack.
Stolziert dann rum bei Eurem Schwof, wie der Gockel auf dem Hof.
Und mancher schafft im Traum sich dann, xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Es ist ein Segen weit und breit, eine kurze fünfte Jahreszeit.
Würd die zwölf Monate lang sein, da kämt Ihr Tag und
Nacht nicht heim
Stets nur noch im Krankenstand, total finanziell abgebrannt
Präsident!
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx den Schmeicheleien , die Vorwürfe, sie sind
zum schreien
Vor allen Leut, wern wir gemobbt, Ihr habt uns lang genug gefoppt,
schließt sofort die Türen auf, sonst nimmt das Schicksal
seinen Lauf
Zum Sturmangriff wird es jetzt Zeit, auf Ihr Brüder, macht Euch
bereit
stürmt gemeinsam diesen Bau, mit einem donnernden Helau
Bürgermeister!
Die Tür bleibt zu, geht wieder heim, heut lassen wir Euch nicht
herein.
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Na klar, der gute Frankenwein, denn nur der Alkohol kann`s sein,
der Euch heute auf Trapp gebracht und Ihr ins Rathaus strebt mit Macht.
Präsident!
Uns Alkoholiker zu nennen, deshalb werdet Ihr noch flennen,
denn wir sind eine Menge Leute und freuen uns auf fette Beute.
Bekommen den Wein wir vor`s Gesicht, dann wird er auch sofort vernicht.
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxt, wir wolln hinein, wir haben Durst
Pech und Schwefel schleppt herbei, wir heizen denen kräftig ei.
Bürgermeister!
Um Himmels Willen, keinen Rauch, den können wir hier nicht gebrauch
öffnet die Tür und laßt sie rein und stellt bereit das
Brot, den Wein.
(Im Rathaus)
Präsident!
Herr Bürgermeiter eins ist klar, wir übernehmen wie jedes Jahr
ab sofort hier das Regiern , werden xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Den Schlüssel von dem hohen Haus, den rücken Sie sofort
heraus.
Auch in die Kasse schaun wir rein, es könnt ja noch was drinnen
sein.
Bürgermeister!
Herr Präsident, verehrte Schar, unser Wein ist rein und klar.
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx , wir bitten, macht sonst keinen Stunk.
Der Rathausschlüssel zu treuen Händen, wir wollen unsren
Streit beenden
Präsident!
Dieser Ton gefällt uns gut, macht zum Regieren richtig Mut.
Wir habens wieder mal vollbracht, der Karneval der hat die Macht.
Wir regiern in xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx donnernden
Helau
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