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Diese Rede kann noch mit dem Till 2010 und Der Rede des Sitzungspräsidenten 2010 gemischt werden.


Streiflichter 2010 - Bestell-Nr.: 158 - Preis: 10,00 Euro

von Tilo Gernert

In Italien da regiert ein Mann, der sich nur schwer beherrschen kann
Einer noch vom alten Schlag, der immer das tut, was er mag

Er hat es damit weit gebracht, ist Milliardär und hat die Macht
Ob Zeitungen, ob Fernsehsender, sein Imperium ist enorm
auf dem erotischen Gebiet, ist er unglaublich gut in Form

Gesteuert wird sein Körper gleich, mehr vom unteren Bereich
Die größte Kraft hat der alte Knab, nicht in seinen Händen
sie liegt und damit prahlt er gern, mehr in seinen Lenden

Er wurd geliebt von seinem Volk und bisher auch gewählt
vor allem, weil die Männerwelt ihm den Rücken stählt

Die würden gerne sein wie er,  oft fehlen die Moneten
doch ein kleiner Papagallo schlummert dort fast in jeden

Ist über 70. und auch Vater, er streunt gerne wie ein Kater
seine Miez hat ihn verlassen, er war ihr zuviel auf den Gassen

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und die greift er sich in Massen, weil sie sich gern vernaschen lassen

Auf seinem Landsitz in Sardinien, 50 Hektar groß
vergnügt er sich mit andren Größen, xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Die zarten Nympfen  werden eingeflogen von der „Repubblica Italiana“
und Alle sind so gut gebaut wie einst jene Göttin Diana

Deren Geist steckt in den Kurven, mit denen sie durch die Betten surfen

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Auch vom alten Rom der Glanz verblaßte, als nach Musik und Tanz
und dem ausschweifenden Leben seine Herrscher nur noch strebten

Und so ist Silvio trotz Geld undMacht
  vielleicht bald weg vom Fenster, über Nacht

Die Welt würde deshalb nicht leiden, denn es gibt heut weit und breit
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(Boris)

Auch unser einmaliger Tennisheld, macht viel Wirbel auf der Welt
Was soll den ganzen Tag er treiben, er muß sich überall dort zeigen
wo die Reichen und die Schönen, mit Sekt und Kaviar sich verwöhnen

Als ein junger Pensionär mit übervollen Kassen,
kann er seit vielen Jahren schon, die Puppen tanzen lassen

Ist er eine Woche lang nicht im Fernsehn oder Schlagzeilen
beginnt sich unser „Poppele“ wieder zu langweilen

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wie damals in der Besenkammer, nach neun Monat kam der Katzenjammer

Ein rotgelocktes Töchterlein, dass er nicht verleugnen kann
ihm wie aus dem Gesicht geschnitten, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Heut ist er stolz, der Tennis-Recke, auf seine kleine blonde Schnecke

Schon fängt ne neue Phase an, wo er sich vermehren kann

Hat tatsächlich ne Frau gefunden, die mit ihm die Ehe wagte
und auf einem Standesamt ohne zögern „ja“ auch sagte

Schon werden Wetten abgeschlossen, wie lang wohl diese Ehe hält
ein Ehebund mit Boris Becker ist mit das aufregendste der Welt

Schon wartet alles auf den Nachwuchs, den er sich wahrhaft leisten kann
Es wär die Krönung seines Lebens, käm einmal ein Drilling an

Auch unser kleiner Fußballstar, aus dem Frankenland Vorname „Lotthar“
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Wechselt die Schönen wie die Hemden, weil die Verbindungen schnell enden
Erst am vergangenen Sylvester gab`s Trappl im Hause Matthäus
weil jeder von den Eheleuten in eine andre Richtung muß

Er flog nach Moskau, sie in die Alpen, wie lang wird diese Ehe halten

Das wär doch für die Wettmafia wahrhaft ein großes Feld
mal Wetten auf die Ehedauer aller Prommis dieser Welt

All die Schönen hier auf Erden, die gerne Ehefrauen werden
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Dann folgt nach einem Rosenkrieg, stets ein finanzieller Sieg
die Nächste steht dann schon bereit, die Männer werden nie gescheit

(Firmenpleiten“

So ist es nunmal auf der Welt, der Eine hat Sorgen, der Andre das Geld
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Und es macht die letzte Zeit, im ganzen Land die Angst sich breit
Das Schreckenswort heißt Firmensterben, das stürzt Viele ins Verderben

Und wenn das so weitergeht, ahnt jeder, wie`s bald um uns steht
Mit Recht ist jener Mensch empört, wenn er zu den Verlierern g`hört

Und Wut kommt auf, wird dann bekannt, dass unfähige Manager
den Laden fuhren an die Wand

Ganze Branchen gehen verloren und werden nicht mehr neu geboren
für ungelernte Arbeitskräfte wird es immer enger
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Bei Quelle, Märklin, Rosenthal, Schimmel, Schießer, leider
da gingen die Lichter aus, das Karrusell, es dreht sich weiter

Das Thema laß ich jetzt in Ruh und wend mich andren Sachen zu

(Epidemien)

Regelmäßig wie bekannt, wird erschüttert unser Land
von Seuchen, die man zuvor noch nie genannt

Der Rinderwahn ließ uns erzittern, manche taten die Pest schon wittern
wie man die Rinder fallen sah, das jüngst Gericht, es schien schon nah

Langsam wurd die Sach vergessen, der Mensch konnt wieder Rindfleisch essen
da erhob sich neues Geschrei, die Vogelgrippe flog herbei

Schon fand man totes Federvieh, das den Virus in sich trug
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Wahrscheinlich gabs das früher schon, man wußte nur noch nichts davon
Auch diese Grippe wurd vergessen,der Mensch konnt Geflügel wieder essen

Schon nahte die Nummer drei, die Schweinegrippe schleicht herbei
vom Ausland wurd sie eingeschleppt, durch Urlauber, wie es ist so Brauch
forderte bald die ersten Opfer, xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Ein für und wider, was muß geschehn, konnt täglich man im Fernsehn sehn
Auf allen Sendern nur Experten, die alle durcheinander plärrten

Die einen taten nur frohlocken, die Pharmaci will uns abzocken
die Anderen wiederum sahen, den Weltuntergang schon nahen

Impfstoff wurd bereitgestellt, mal hat er hint und vorn gefehlt
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Wer da nicht ganz schnell drangekommen, der hat es mit der Angst bekommen

Wurd`s ruhiger, rief der Doktor an, ob der Patient nicht kommen kann
er hätt zuviel Impfstoff im Haus, der geht kaputt, drum muß er raus

Wir hatten Glück und waren froh, hoffentlich bleibts weiter so

(Karl Theodor zu Guttenberg)

Und dann plötzlich über Nacht, ist ein Politiker-Stern erwacht
Für Unruhe sorgte er gleich, wie ein Hecht im Karpfenteich

Um Michael Glos, Wirtschaftsminister, gab es seit Jahren schon Geknister
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Er hat auch wiederholt gesagt, dass ihm der Posten nicht behagt

Am 7.02.2009 kroch aus Seehofers Faxgerät,
 ein Schreiben, wo kurz drinnen steht
 Lieber Horst, ich bitte dich, mich von meinem Ministerpflichten zu entbinden
er konnte keinen Spaß mehr daran finden.

Die Nation, sie war ihn los, ihren Minister Michael Glos

Karl Theodor zu Guttenberg, jung, noch unerfahren,
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Sprachgewandt,leicht arrogant, seine Rhethorik ist geschliffen
wurde er ein Senkrechtstarter, das haben viele gleich begriffen

Seine Mannschaft wurde selbstbewust und verflogen war der Frust
Dem Bürger wurde wieder klar, wofür das Wirtschaftsministerium war

Am Schiff, das in rauhe See grad kam, stand ein guter Steuermann
Im Wahlkampf dann zum Bundestag, da zog er die Massen an

Und mancher wurde mißtrauisch, was aus dem noch werden kann
Andere sahn ihn schon in München als Ministerpräsident
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Dann tönte es aus der CSU er muß Vizekanzler werden,
wie das die Leitwölfin wohl sieht, die spürt ihn schon auf ihrer Fährten

Und prompt bekommt er jenen Posten, der in der hochbrisanten Zeit
jedem kann den Kopf schnell kosten

Was in Afghanistan los war,ist allgemein bekannt,
das dort zwei große Bomben fielen erschüttert unser Land

Und es gab zivile Opfer, das ist ein großes Leid
ob die Bomben nötig waren, darum geht der Streit

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da hatte er alle Berichte noch nicht richtig durchgelesen

Als sich darauf ein Sturm erhob, ruderte er zurück
hielt den Angriff dann für unangemessen, das brachte ihm kein Glück

Entzaubert ist die Lichtgestalt, rauschte es im Blätterwald
Alle Pinscher hier im Land, hatten ihre Chance erkannt
bekamen plötzlich richtig Mut, diesem Mann mit blauem Blut
dessen Image eingerissen, kräftig mal ans Bein zu pissen

Menschen die nach oben streben, werden gehaßt, so ist das eben
Es wäre schad, wenn sich der Mann in der Politik nicht halten kann

Mittelmaß ham wir genug, da wimmelt es nur so im Land
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(Opel)

Die besten Gschäftsleut sind die Ami, das haben wir wahrhaft erfahren
was die alles zu Wege bringen, erleben wir seit ein paar Jahren

Bei Opel ging`stets auf und ab, aufwärts mühselig,abwärts im trapp
Kaum warn die Kassen gut gefüllt, kam ein Boss aus USA
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Kappte die Qualitätskontrollen, mußt hint und vorne spar.
Ging der Absatz dann zurück, tat der US-Boy abrück

Könner mußten wieder ran und mühselig ging es bergan
Dann begann das Spiel erneut, zur Freud der Mutter in Detroit

Doch diesmal wankte das ganze Haus, G.M. gingen die Dollars aus
Obama mußt den Konzern auffangen, sonst wäre er untergegangen

Um Tochter Opel ging es rund, war täglich in aller Mund
Jede Woch, nicht übertrieben wurd eine neue Sau durchs Dorf getrieben

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Die Firma Magna mit den Russen, waren lange Favorit
auch die Regierung in Berlin, zog dabei kräftig mit

Die Hilfsmilliarden warn versprochen, da wurde alles abgebrochen
Amerika legte sich quer, die Mutter gibt ihr Kind nicht her

Die möchten es nun selbst aufpäppeln, ja wolln die uns vielleicht veräppeln
Die Forderung wird lang und länger, bald werden die auch Hartz 4 Empfänger

Was Magna versprochen war, will G.M. auch, das ist doch klar

Und die anderen Autobauer sind auf die Milliarden sauer,
die Opel braucht zum überleben, die wolln sie auch so ist das eben

Werden zuviel Autos gebaut, ist sehr bald der Markt versaut
einige müssen untergehn und das wird bestimmt geschehn

Will der Staat alle Firmen retten, die an ihm hängen wie die Kletten
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Sag Keiner, das ist nicht unser Bier, denn der Staat, der Staat sind wir.

Wie`s weitergeht, woll mer mal schau, ich bin am Schluß und sag     Helau

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